Willkommen im Team, Nina!

Erst Katzenspielzeug, dann Diode.

Ninas erste Wochen bei IMM Photonics
News & Insights

veröffentlicht am 28.10.2026

Wer bei „Laser” zuerst an den roten Punkt denkt, dem eine Katze quer durchs Wohnzimmer hinterherjagt, ist in guter Gesellschaft. Nina Hartl ging es genauso. Seit 1. September macht sie bei uns in Teisnach ihre Ausbildung zur Industriemechanikerin für Feingerätebau. Das Bild vom Katzenspielzeug hat inzwischen ein paar Kratzer.

„Bevor ich meine Ausbildung bei IMM Photonics angefangen habe, dachte ich bei Lasern an die, die man aus Katzenspielzeugen kennt“

Nina Hartl
Auszubildende IMM Photonics
Ein Ausbilder zeigt einer Auszubildenden ein kleines technisches Bauteil an einer Werkbank bei IMM Photonics.

Zweimal reingeschnuppert, dann geblieben

Kennengelernt hat Nina uns beim Berufswahltag in Regen. Was danach kam, war kein schneller Entschluss, sondern zwei Praktika: eins im April und Mai, eins von Mitte Juni bis Ende Juli, zwei Tage pro Woche bis zu den Sommerferien. Zeit genug, um zu merken, ob einem die Arbeit liegt. Und ehrlich gesagt auch Zeit genug, um festzustellen, dass sie es nicht tut. Nina hat sich trotzdem für uns entschieden, was wir als gutes Zeichen werten.

Die erste Diode und ziemlich viele Fragen

Das erste Bauteil, das sie in der Hand hatte, war eine Diode. Jemand erklärte ihr, was das ist und wofür man sie braucht. Verstanden hat sie es nicht sofort. „Anfangs war ich noch etwas verwirrt und hatte viele Fragen im Kopf”, sagt Nina. Die Fragen wurden beantwortet, eine nach der anderen, bis sich das Bild langsam zusammensetzte.

Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Am Anfang einer Ausbildung kommt sehr viel auf einmal: Begriffe, Bauteile, Zusammenhänge, die erfahrene Kollegen längst nicht mehr bemerken, weil sie sie seit Jahren im Kopf haben. Nina beschreibt genau das als ihre größte Überraschung: wie viel man in kurzer Zeit lernt. Und wie schön es ist, wenn irgendwann etwas klickt, das vor drei Wochen noch Rätsel war.

Eine Auszubildende und ihr Ausbilder besprechen Materialien und Bauteile an einer Werkbank.
Ein Ausbilder und eine Auszubildende lächeln gemeinsam bei IMM Photonics.

Das erste eigene Werkstück

Bevor Nina an Optik oder Laser kommt, steht etwas ganz anderes auf dem Plan. Diese Woche hat sie vor allem gefeilt. Ihr Werkstück ist ein Würfel, und der Feile ist es ziemlich egal, wie viel man schon über Dioden weiß.

Das gehört dazu. Feingerätebau beginnt mit Handarbeit, mit dem Gefühl für Werkzeug und Material. In der Produktion in Teisnach weiß man, warum: Vieles von dem, was dort gebaut wird, lässt sich nicht einfach automatisieren, und manches Know-how lässt sich auch nicht in eine Arbeitsanweisung schreiben. Das muss man weitergeben, von einer Hand zur nächsten. Der Würfel ist der erste Schritt dorthin.

So oft erklären, bis es sitzt

Das meiste erklärt ihr Ausbilder Christian Bielmeier. Was Nina an ihm schätzt, ist nicht das Wissen, sondern die Geduld: Er erklärt Dinge so oft, bis sie sie wirklich verstanden hat. Nicht zweimal und dann „schau halt nochmal nach”, sondern so lange, wie es eben dauert. Dadurch, sagt sie, fühle sie sich bei ihren Aufgaben sicherer.

Und wenn Christian gerade nicht da ist, ist trotzdem jemand da. „Es ist immer jemand bereit zu helfen, wenn man Fragen hat”, sagt Nina. Für sie ist das der Kern dessen, was sie mit gutem Arbeitsklima meint. Man fragt, und niemand verdreht die Augen.

Was noch fehlt

Fertig ist Nina natürlich noch lange nicht, und sie sagt das selbst ganz offen: „Da vieles für mich noch neu ist, gibt es immer wieder Dinge, die ich noch nicht ganz verstehe.” Dreieinhalb Jahre Ausbildung liegen vor ihr. Der Würfel ist noch nicht fertig und noch lange nicht perfekt. Aber sie lernt jeden Tag etwas dazu, und mehr erwartet in den ersten Wochen auch keiner. Darum geht es in der Ausbildung: Erfahrungen sammeln, lernen, begreifen und umsetzen bis Abläufe klar sind und wie bei Nina’s neuen Kollegen aufgrund ihrer langen Erfahrung automatisch durchgeführt werden.

Und für alle, die noch überlegen…Wir haben sie gefragt, was sie Schülerinnen und Schülern sagen würde, die beim Thema Ausbildung noch zögern, braucht Nina nicht lange…

„Traut euch! Es wird sich lohnen. Und wenn ihr euch noch unsicher seid, schaut es euch einfach an und gebt euch selbst die Chance, etwas Neues auszuprobieren. Ich habe es selbst so gemacht. Zweimal sogar.“

Nina Hartl
Auszubildende IMM Photonics