veröffentlicht am 23.07.26
Im Vakuum bewegen sich Photonen mit fast 300.000 Kilometern pro Sekunde. Beim diesjährigen B2Run in München begnügte sich unser Team aus Unterschleißheim mit rund 11 km/h. Und gab trotzdem auf der gesamten Strecke alles.

Mehr als 30.000 Läuferinnen und Läufer eroberten an diesem Abend die Stadt. Die Ziellinie befand sich im Olympiagelände – das vom Parkplatz aus weiter entfernt war, als die meisten von uns erwartet hatten. Einen ersten Probelauf hatte unser Team bereits im vergangenen Jahr absolviert, damals allerdings im Regen.
Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich durch den Regen lief und dachte: Warum tue ich mir das eigentlich schon wieder an? Doch sobald man die Ziellinie überquert, weiß man wieder, warum.
Das Wetter vom vergangenen Jahr wiederholte sich diesmal nicht. Wahrscheinlich hätte es ohnehin keinen Unterschied gemacht. Manche Termine lässt man einfach nicht aus.
„We are laser“ ist schon seit einiger Zeit unser Leitsatz. An den meisten Tagen beschreibt er jemanden, der über einer optischen Bank gebeugt sitzt und denselben Justage-Check ein zweites Mal durchführt, weil das erste Ergebnis um ein halbes Grad abzuweichen schien. Ruhige Hände. Menschen, die sehen, was andere übersehen haben. Marcus Gögelein, CTO bei IMM Photonics, brachte es nach dem Zieleinlauf anders auf den Punkt.

Man läuft die ganze Strecke neben jemandem aus einem anderen Unternehmen. Spätestens bei Kilometer vier hat man über alles gesprochen, nur nicht über die Arbeit. Am nächsten Tag ist man wieder im Büro. Und plötzlich fällt es viel leichter, jemanden anzurufen, mit dem man am Abend zuvor noch Seite an Seite gelaufen ist.

Soweit wir wissen, hat niemand eine persönliche Bestzeit aufgestellt. Aber darum ging es an diesem Abend ohnehin nie wirklich.
Danke an alle, die in diesem Jahr mit uns gelaufen sind. Im Labor wie auf der Strecke lässt sich das Tempo leichter halten, wenn ein Team an der Seite ist, das gemeinsam mitzieht.
Bis zum nächsten Lauf.